Zwiebellook: So kommst du gut durch Frühling und Herbst
Du kennst diese Tage: Morgens beim Warten aufs Tram ist es frisch, mittags sitzt du in der Sonne und schwitzt im Pullover, und abends auf dem Heimweg wünschst du dir einen Schal. Im Frühling und Herbst ist das eher die Regel als die Ausnahme.
Die Lösung ist so alt wie bewährt: mehrere dünne Schichten statt einer dicken. So ziehst du an oder aus, was gerade passt. Wie wir die Schichten kombinieren, welche Materialien wir dafür mögen und wie das Ganze auch noch gut aussieht, erzählen wir dir hier.
Drei Schichten, drei Aufgaben
- Die Basis: ein T-Shirt oder Langarmshirt aus Bio-Baumwolle oder feiner Wolle, direkt auf der Haut. Sie soll angenehm sitzen und Feuchtigkeit aufnehmen.
- Die Wärme: ein Hemd, ein Cardigan oder ein dünner Strickpullover, schnell an- und ausgezogen. Diese Schicht hält warm, ohne einzuengen.
- Der Schutz: eine Übergangsjacke gegen Wind und Regen. Sie hält die Wärme drinnen und die Nässe draussen.
Der Trick dahinter: Die Luft zwischen den Schichten wärmt mit. Mehrere dünne Lagen halten oft besser warm als eine dicke, und wenn die Sonne rauskommt, legst du einfach eine ab.
Welche Stoffe wir dafür mögen
Wolle wärmt und gleicht Temperaturschwankungen gut aus. Feine Wolle ist für uns die liebste Zwischenschicht. Baumwolle fühlt sich als unterste Lage angenehm an und lässt sich unkompliziert waschen. Lyocell fällt leicht und trägt nicht auf, schön für Hemden und Blusen. Und Leinen ist an milden Tagen eine luftige Basis.
Was wir eher vermeiden: zu viele grobe Stoffe übereinander. Eine dünne Basis, ein mittelfeiner Strick und eine glatte Jacke tragen viel weniger auf als drei dicke Lagen. Und wenn deine Haut empfindlich ist, nimm für die erste Schicht etwas Weiches.
Ein paar Kombinationen zum Ausprobieren
Wie das konkret aussieht, zeigen drei Anlässe. Achte darauf, wie jede Schicht ihre Aufgabe hat: Basis, Mitte, Aussen.
- Im Büro: Als Basis ein Langarmshirt oder eine Bluse, darüber ein dünner Strickpullover. Aussen ein leichter Mantel oder ein Blazer.
- Beim Spaziergang: Unten ein T-Shirt, darüber ein Hemd oder ein Cardigan, und aussen eine Windjacke.
- Am Abend: Ein Basic-Top als Basis, darüber eine Strickjacke, und zum Schluss Jacke und Schal.
Das ist nur eine Anregung. Oft zeigt ein Blick in den eigenen Schrank, dass schon viele Kombinationen möglich sind, ganz ohne Neukauf. Wie das mit wenigen Teilen klappt, erzählen wir in Capsule Wardrobe.
Damit es nicht nach «alles übereinander» aussieht
- Innen schmal, aussen weiter: eng anliegende Schichten nach innen, lockere nach aussen.
- In einer Farbfamilie bleiben und mit einem Teil einen Akzent setzen.
- Mit Längen spielen, zum Beispiel ein Hemd, das unter dem Pullover hervorschaut.
- Strukturen mischen, etwa glatte Baumwolle mit grobem Strick, und die Farben ruhig halten.
- Jede Schicht sollte auch allein gut aussehen. Irgendwann im Lauf des Tages ziehst du ja etwas aus.
Der Schal, unser heimlicher Liebling
Wenn wir ein einziges Teil für die Übergangszeit empfehlen müssten, wäre es ein Schal oder ein grosses Tuch. Morgens um den Hals, mittags in der Tasche, abends wieder um die Schultern. Es gibt keine flexiblere Schicht.
Dazu kommen die kleinen Helfer: eine dünne Mütze für frühe Morgen, Socken aus Baumwolle oder Wolle für warme Füsse und für Regentage eine leichte Jacke, die sich klein zusammenfalten lässt.
Unser Tipp: Wenn du dich unsicher fühlst, starte mit der einfachsten Formel: Shirt, Pullover, Jacke. Den Schal kannst du immer noch dazunehmen, wenn du merkst, wie viel er ausmacht.
Frühling ist nicht gleich Herbst
Im Frühling startest du oft kühl und endest in der Sonne. Da passen luftige Materialien wie Baumwolle und Leinen, kombiniert mit einer leichten Strickjacke und einer dünnen Jacke.
Im Herbst ist es umgekehrt: Der Tag beginnt frisch, wird milder und wird früh dunkel und feucht. Dann sind feine Wolle, ein Schal und eine Jacke gegen Wind und Regen Gold wert. Und Farben wie Waldgrün, Rostrot oder Senfgelb passen einfach zu dieser Jahreszeit.
Was wir unterwegs gelernt haben
- Die Basis nicht zu eng wählen. Wenn die erste Schicht spannt, wird alles darüber unbequem.
- Dünn und mittelstark mischen. Drei gleich dicke Schichten tragen auf.
- Platz in der Tasche einplanen. Wer Schichten auszieht, muss sie irgendwo verstauen.
- Nasse Teile rasch wechseln. Eine feuchte Basis kühlt aus.
- Wetter für den ganzen Tag anschauen, nicht nur für den Morgen.
- Teile wählen, die sich leicht an- und ausziehen lassen, mit Knöpfen oder Reissverschluss.
Und damit deine Schichten lange schön bleiben: Wie du Wolle richtig wäschst, steht in Wollpullover richtig waschen.
Noch Fragen?
Wie viele Schichten sind genug?
Meist reichen drei. Mehr engt ein und lässt dich schneller schwitzen. Wichtig ist, dass du jede Schicht einzeln an- und ausziehen kannst.
Welche Jacke passt in der Übergangszeit?
Eine leichte, wind- und wasserabweisende Jacke oder ein dünner Mantel. Sie sollte bequem über den Pullover passen.
Geht das auch im Winter?
Ja, mit dickeren Schichten und einer wärmeren Jacke. Das Prinzip bleibt dasselbe.
Probier es aus
Mit ein paar dünnen Schichten und einem Schal als Joker bist du in der Übergangszeit für fast jedes Wetter bereit. Ideen findest du bei unseren Jacken für Damen, den T-Shirts & Tops und den Tüchern & Schals. Oder komm in Bern, Schaffhausen oder Rheinfelden vorbei, wir zeigen dir gern, wie sich Teile kombinieren lassen. Die Adressen findest du unter Zweiblatt Concept Store.