Festes Shampoo richtig anwenden: So klappt der Umstieg

Das erste Mal mit festem Shampoo unter der Dusche fühlt sich ein bisschen seltsam an. Wohin damit? Direkt auf den Kopf? Und warum fühlen sich die Haare danach anders an als sonst? Keine Sorge, das geht fast allen so. Mit ein paar Kniffen wird das kleine Stück schnell zur Gewohnheit.

Erst mal: Shampoo ist nicht gleich Haarseife

Die beiden werden oft in einen Topf geworfen. Festes Shampoo enthält milde Tenside und verhält sich im Grunde wie flüssiges Shampoo, nur ohne Wasser und ohne Flasche. Haarseife dagegen ist echte, verseifte Seife. Sie braucht bei kalkhaltigem Wasser oft eine saure Spülung, damit die Haare nicht stumpf werden.

Für den Einstieg raten wir zum festen Shampoo, weil es unkomplizierter ist. Wer später Lust auf Haarseife hat, liest am besten die Hinweise des Herstellers genau.

Festes Shampoo Haarseife
Basis Milde Tenside Verseifte Öle und Fette
Anwendung Wie flüssiges Shampoo Oft mit saurer Spülung kombiniert
Einstieg Meist unkompliziert Braucht etwas mehr Ausprobieren
Weisses quadratisches Seifenstück auf heller Fläche

Warum wir das kleine Stück mögen

Zuerst wegen der Verpackung: Viele feste Shampoos kommen in Papier oder einem kleinen Karton statt in einer Plastikflasche. Dann, weil das Stück konzentriert ist. Es steckt kein Wasser drin, das spart Platz im Bad und Gewicht im Koffer.

Ob ein bestimmtes Shampoo zu deinen Haaren passt, findest du allerdings nur durchs Ausprobieren heraus. Das ist bei flüssigem Shampoo ja auch nicht anders.

So wäschst du damit

  1. Haare richtig gründlich nass machen. Das ist wichtiger, als man denkt.
  2. Das Stück zwischen den Händen aufschäumen oder ein paarmal direkt über den Ansatz streichen.
  3. Den Schaum in die Kopfhaut einmassieren. Die Längen werden beim Ausspülen mitgewaschen.
  4. Ausspülen, und zwar länger als gewohnt.

Bei langen Haaren schäumst du besser in den Händen auf, statt das Stück über die Längen zu reiben, sonst gibt es Knoten. Bei kurzen Haaren reichen meist zwei, drei Züge über den Ansatz.

Die ersten Wochen: etwas Geduld

In den ersten ein bis drei Wochen können sich die Haare schwerer oder einfach anders anfühlen. Das gibt sich meistens von selbst. Was hilft: weniger Produkt nehmen und gründlicher spülen. Viele merken, dass sie mit dem Stück weniger brauchen, als sie gedacht hätten.

Unser Rat: Wechsle in dieser Zeit nicht gleichzeitig noch Spülung, Kur und Haaröl. Sonst weisst du am Ende nicht, was woran liegt. Und wenn deine Kopfhaut gerötet oder gereizt reagiert, hör auf, wechsle das Produkt und frag bei Bedarf eine Fachperson.

Unser Tipp: Gib dem Shampoo zwei bis drei Wochen, bevor du entscheidest. Und wenn es danach immer noch nicht passt, ist das kein Grund, festes Shampoo ganz aufzugeben. Manchmal ist es einfach nicht die richtige Sorte für dein Haar.

Woran es meistens hapert

  • Zu kurz gespült: Reste bleiben im Haar und lassen es stumpf wirken.
  • Zu viel Produkt: Ein paar Züge über den Ansatz reichen oft völlig.
  • Das Stück bleibt nass: Liegt es in einer Pfütze, wird es weich und ist schnell weg.
  • Zu früh aufgegeben: siehe oben.
  • Die falsche Sorte: Nicht jedes Shampoo passt zu jedem Haar. Probier im Zweifel eine andere.

Welches Stück passt zu deinem Haar?

Festes Shampoo gibt es in vielen Varianten, mit milden Düften, für empfindliche Kopfhaut oder für unterschiedliche Haartypen. Die Produktbeschreibung verrät dir, für welches Haar es gedacht ist und was drinsteckt. Als grobe Faustregel: Feines Haar mag es eher leicht, kräftiges oder langes Haar darf etwas mehr Pflege bekommen. Wenn du auf bestimmte Inhaltsstoffe achten musst, lies die Zutatenliste genau oder frag uns im Laden.

Zwei Beispiele aus unserem Sortiment: das Love Soap feste Shampoo Lemongrass von Ben & Anna, laut Produktbeschreibung zertifizierte Naturkosmetik, vegan und plastikfrei, und das feste Protein-Shampoo Mandelmilch von Puremetics, laut Beschreibung für alle Haartypen. Welches dir besser gefällt, merkst du am schnellsten beim Ausprobieren.

Bambuszahnbürste auf einer Metalldose für feste Pflegeprodukte

Trocken lagern, länger freuen

Das Wichtigste überhaupt: Das Stück muss nach jeder Wäsche trocknen können. Leg es auf eine Seifenschale mit Abfluss oder häng es in ein Seifensäckchen, aber bitte nicht in die Wasserpfütze am Wannenrand. Gut eignet sich zum Beispiel die Seifenablage aus Travertinstein. Ein Stück, das gut trocknet, bleibt angenehm fest und hält spürbar länger.

Wie lange genau, hängt von deiner Haarlänge und davon ab, wie oft du wäschst. Kurze Haare und seltener waschen heisst: Das Stück hält länger. Für Reisen kannst du es halbieren und in einer kleinen Dose mitnehmen.

Noch Fragen?

Brauche ich eine spezielle Spülung?

Bei festem Shampoo meistens nicht. Bei Haarseife kann eine saure Spülung sinnvoll sein, vor allem bei kalkhaltigem Wasser.

Darf es ins Handgepäck?

Feste Produkte zählen nicht zu den Flüssigkeiten. Eine kleine Dose hält alles trocken. Die aktuellen Regeln deiner Fluggesellschaft solltest du trotzdem kurz prüfen.

Kann ich es auch für den Körper nehmen?

Das hängt vom Produkt ab. Manche Hersteller empfehlen es nur für die Haare, schau also auf die Verpackung, bevor du es zweckentfremdest.

Festes Shampoo ist ein kleiner Wechsel mit wenig Aufwand: ein bisschen Geduld am Anfang, gut spülen und das Stück trocken lagern. Alle Produkte findest du in der Haarpflege und in der Beauty-Kollektion. Und wenn du lieber erst mal daran riechen möchtest: Komm in einem unserer Läden in Bern, Schaffhausen und Rheinfelden vorbei.

Passend dazu