Was ist eigentlich ein Concept Store?

Du gehst rein, weil du eine neue Jeans suchst. Und rausgehen tust du mit einer Jeans, einer Kerze und einer Idee für das Geburtstagsgeschenk deiner Schwester. Wenn dir das bekannt vorkommt, warst du vermutlich schon mal in einem Concept Store. Aber was ist das eigentlich genau?

Eine Idee statt einer Warengruppe

Ein klassischer Laden ist meist nach Produkten sortiert: hier Schuhe, dort Bücher, da Kleider. Ein Concept Store denkt anders herum. Er beginnt nicht bei der Warengruppe, sondern bei einer Idee. Das kann ein Stil sein, ein Lebensgefühl oder, wie bei uns, eine Haltung. Alles, was ins Regal kommt, muss zu dieser Idee passen.

Daraus ergeben sich drei Dinge, die einen Concept Store ausmachen:

  • Ausgewählt statt vollständig: Du findest nicht alles, was es gibt, sondern das, was jemand bewusst ausgesucht hat.
  • Ein roter Faden: Die Produkte sind verschieden, aber sie gehören zusammen.
  • Entdecken: Man kommt für eine Jeans und geht mit einer Kerze. Siehe oben.
Karten, Papeterie und Mode nebeneinander im Zweiblatt Schaffhausen

Besser oder einfach anders?

Wir wollen hier nicht so tun, als wäre ein Concept Store grundsätzlich besser als ein Fachgeschäft. Wenn du genau weisst, welche Wanderschuhe du brauchst, bist du im Fachgeschäft oft richtig. Wenn du aber stöbern, dich inspirieren lassen oder ein Geschenk finden möchtest, das nicht aus dem Katalog kommt, ist ein Concept Store meist der angenehmere Ort.

Ein klassischer Laden konzentriert sich meist auf eine Warengruppe und versucht, darin möglichst vollständig zu sein. Was ins Regal kommt, richtet sich nach Nachfrage und Marge, und man geht hin, um gezielt etwas zu kaufen.

Ein Concept Store verbindet mehrere Bereiche, die bewusst ausgewählt sind und zu einer gemeinsamen Idee passen. Hier geht es weniger ums gezielte Kaufen als ums Stöbern, Entdecken und sich beraten lassen.

Unser roter Faden: lieber weniger, dafür besser

Bei Zweiblatt heisst die Idee Nachhaltigkeit. Ein grosses Wort, wir wissen. Konkret bedeutet es für uns: Wir nehmen Dinge ins Sortiment, die schön und nützlich sind und bei denen wir wissen, wie sie entstanden sind. Wir schauen dabei auf vier Punkte:

  1. Material: Naturfasern, biologischer Anbau, recycelte Rohstoffe.
  2. Herstellung: faire Arbeitsbedingungen und kurze Wege, wo es geht.
  3. Langlebigkeit: gute Verarbeitung und ein Design, das nicht nach einer Saison alt aussieht.
  4. Freude: Was uns selbst nicht gefällt, kommt nicht ins Regal.

Ehrlich gesagt: Nicht jedes Produkt erfüllt jeden Punkt gleich stark. Ein starres Regelwerk haben wir nicht. Aber alles, was bei uns steht, soll in dieselbe Richtung zeigen.

Warum Seife neben dem Pullover liegt

Bei uns stehen faire Mode, Naturkosmetik und Haushaltsdinge nebeneinander. Das ist kein Zufall. Wer beim Pullover auf Bio-Baumwolle achtet, fragt sich oft auch, warum im Bad so viel Plastik steht. Darum findest du bei uns neben dem Pulli eben auch die feste Seife oder die Trinkflasche. Wie das im Alltag aussehen kann, erzählen wir in unseren Beiträgen zur eigenen Trinkflasche und zu Zero Waste im Bad.

Unser Sortiment reicht von Mode für Damen und Mode für Herren über Accessoires und Naturkosmetik bis zu Wohnen & Leben und Geschenken. Einige unserer Marken stellen wir dir im Blog genauer vor, zum Beispiel Armedangels oder Nikin.

Regale mit Keramikvasen und Töpfen als Beispiel für Wohnaccessoires

Woran du einen guten Concept Store erkennst

«Concept Store» steht heute auf vielen Ladenschildern. Nicht überall steckt ein Konzept dahinter. Ein paar Anzeichen, dass es eines gibt:

  • Du verstehst die Auswahl: Es ist nachvollziehbar, warum Dinge nebeneinander stehen.
  • Die Leute kennen ihre Sachen: Auf Fragen zu Material, Herkunft und Pflege gibt es konkrete Antworten, nicht nur ein Schulterzucken.
  • Die Haltung zeigt sich im Detail: in der Verpackung, in der Markenauswahl, darin, wie offen über Herstellung gesprochen wird.
  • Du darfst einfach schauen: Anfassen, ausprobieren, wieder hinlegen. Ohne Druck.

Aus dem Laden: Wenn du dich mit nachhaltiger Mode noch nicht auskennst, ist ein Concept Store fast der einfachere Einstieg. Du musst nicht hunderte Produkte vergleichen, weil die Vorauswahl schon gemacht ist. Und für alles andere kannst du uns einfach fragen.

Warum das zu bewusstem Einkaufen passt

Wer bewusst einkauft, hat Fragen. Woraus ist das? Wer hat es gemacht? Wie pflege ich es, damit es lange hält? In einem Laden, in dem jemand jedes Produkt ausgesucht hat, bekommst du darauf Antworten statt einer Wand mit hundert Varianten. Und weil Mode, Pflege und Wohnen zusammen gedacht sind, wird bewusstes Einkaufen weniger zur Einzelentscheidung und mehr zu einer Gewohnheit. Wer tiefer einsteigen möchte, findet mehr in Fast Fashion und Slow Fashion im Vergleich.

Und ja, faire Produkte kosten oft etwas mehr. Dafür sind sie meistens auf ein langes Leben ausgelegt. Unser ehrlicher Rat: Kauf lieber ein Teil weniger, dafür eines, das du wirklich lange trägst.

Komm vorbei, oder stöbere von zu Hause

Du findest uns in Bern, Schaffhausen und Rheinfelden und hier im Onlineshop. Jeder Laden hat seinen eigenen Charakter; wie ein Besuch bei uns aussehen kann, liest du zum Beispiel in Nachhaltig einkaufen in Bern. Mehr über uns steht auf der Seite Über Zweiblatt. Und wenn du einfach mal schauen willst, was wir so ausgesucht haben: Fang bei der Geschenke-Kollektion an, da sieht man den roten Faden ziemlich gut.

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